Erik Borgir
© Dominik Mentzos
Als Sohn norwegischer Musikereltern wuchs Erik Borgir in den USA auf und studierte am Oberlin- sowie am New-England-Conservatory in Boston. Seine Lehrer waren u.a. Steven Doane, Harvey Shapiro, Siegfried Palm, Menahem Pressler und das Alban Berg Quartett.
Von 1993–2001 konzertierte er als Mitglied des international ausgezeichneten Emanon Trio in vielen Ländern Europas. Außerdem war er Solo-Cellist des Bayerischen Kammerorchesters, Cellist beim RSO Stuttgart und Dozent an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.
Seine Faszination für die zeitgenössische Musik entwickelte er nach einer Begegnung mit dem Komponisten Helmut Lachenmann in den 1990er Jahren. Auch wenn er sich inzwischen primär mit der Musik unserer Zeit beschäftigt, versteht er diese als Teil eines historischen Kontinuums und arbeitet entsprechend darauf hin, Berührungsängste und Denkgrenzen der heutigen Musik gegenüber zu überwinden.
Als gefragter Solist und Kammermusiker gastiert er regelmäßig bei allen großen europäischen Festivals. Einige namhafte Komponisten haben für ihn Solo-Werke geschrieben, die u.a. bei Neos und Cybele auf CD vorliegen.
Erik Borgir ist seit 2011 Dozent für Violoncello und Kammermusik an der Hochschule Luzern–Musik. Dort leitet er auch das Studio für zeitgenössische Musik sowie die entsprechenden Studiengänge. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern von Ascolta.