implanted memories
Stuttgart
lin korobkova: implanted memories
komponiertes Ritual für singende Performerin und selbstspielendes Arciorgano (2025) UA
Johanna Vargas, Sopran
Johannes Keller, Arciorgano/Elektronik
Etwas erinnern und vor dem Vergessen retten: Wo die menschliche Stimme immer leicht vom Original abweicht–beispielsweise beim Wiedergeben z.B. einer Melodie–und so aus jedem Moment etwas Einzigartiges entsteht, können digitale Maschinen fehlerfrei reproduzieren. So auch das computergesteuerte mikrotonale Arciorgano, das nach dem Vorbild von Nicola Vicentinos Orgel aus dem 16. Jahrhundert in Basel rekonstruiert wurde, 36 Tonstufen pro Oktave hat und in der Chormusik der Renaissance unter anderem als Korrekturinstrument verwendet wurde.
In der Konfrontation der Sängerin mit der unerbittlich korrekten Orgel hinterfragt lin korobkova zugleich den Begriff der Identität.
In Zusammenarbeit mit Studio31+
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