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Festival Neue MusikDer Sommer in Stuttgart

Der Begriff der »Freiheit« verbindet viele Projekte beim Festival »Der Sommer in Stuttgart«, das vom 24. bis 27. Juli 2026 im Theaterhaus Stuttgart und im Kunstgebäude stattfindet.

Maria Kalesnikava spricht über die innere Freiheit, die sie sich während ihrer Gefangenschaft bewahrt hat. Ein großes Freiheits-Plädoyer schließt sich mit dem Konzert solidARTy an, und auch in den Bildern der Kammerhöroper »Deep Siesta« von Amen Feizabadi dürfen wir die Idee einer künftigen freien iranischen Gesellschaft erahnen. »Frei« ist die Improvisation, aus der das Trio Pony Says in seiner Reihe Pop-up neue Formate entwickelt. Und nicht zuletzt steckt in »der queeren Kunst des Scheiterns« eine Befreiung von normativen Idealvorstellungen (»The Queer Art of Failure«) mit Ensemble Aventure u.v.a.

 

Mit einem sehr poetischen dreiteiligen Nachmittag, an dem die Neuen Vocalsolisten, Ensemble Ascolta und die Geigerin Sara Cubarsi Solo- und Kammerwerke präsentieren und einer Konzert-Performance von und mit Alan Hilario im WKV endet das kurze Festival, das einmal mehr die Energien der Stuttgarter Neue-Musik-Akteur:innen bündelt.

 

Kalendarium

www.mdjstuttgart.de

 

Festivalbroschüre

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Tickets für die Vorstellungen im Theaterhaus

Theaterhaus Stuttgart

Telefon 0711 40 20 720

Mail tickets@theaterhaus.com

Reservix: theaterhaus.reservix.de/events

 

Tickets für die Veranstaltung im Kunstgebäude

Vor Ortinkludiert im Ticket zur Ausstellung »Das Kalte Herz«

 

www.kunstmuseum-stuttgart.de

 

NEU im Festival
26. Juli 2026, 20:3021:30 Uhr
Württembergischer Kunstverein

 

Alan Hilario: Kara_wOke-pieces
Interpreten Alan Hilario, Mark Lorenz Kysela, Andrew Digby, Pascal Pons
(im Rahmen der Ausstellung siren eun young jung resistant theatre)

Fr. 24. Juli 18:00, Theaterhaus T3
#FREEMARIA
Eine performative Reflexion von Maria Kalesnikava

 

Maria Kalesnikava, Performance

Idee/Konzept: Jochen Sandig
Bühne: Sung-Uk Brad Hwang

Klangintervention: Diego Noguera

Lichtdesign: Jörg Bittner, Lou Oelrich

 

 

Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests.

Made in Radialsystem, Berlin

 

Tickets

www.theaterhaus.reservix.de

Szene aus #freemaria
© Pasha Kritchko

Fr. 24. Juli 20:00, Theaterhaus T3
solidARTy

 

Werke von

Katsia Kaya, Kaija Saariaho, Michael Jarrell, Erik H. Halvorsen/Gregory Kharaneka

 

Katsia Kaya (Belarus/Deutschland), Stimme, Elektronik, Objekte Jana Ščarbakowa (Belarus/Tschechien), Flöte
Anna Fiveiska (Ukraine/Deutschland), Marimba

Gregory Kharaneka (Belarus/Norwegen), Saxophon, Komposition

 

Das Konzert, kuratiert von Maria Kalesnikava, findet im Rahmen von solidARTy statt, einer internationalen Plattform der Solidarität mit Künstler:innen, die von Repression, Exil und Berufsverbot betroffen sind.

 

Tickets

www.theaterhaus.reservix.de

Katsia Kaya in IMPACT v. Amir Shpilman & Shiran Eliaserov
© Johan Planefeldt

Sa. 25. Juli 18:00, Theaterhaus T3
ARTIST TALK

 

Gespräch mit Amen Feizabadi über die Hintergründe seiner Kammerhöroper DEEP SIESTA.

 

Eintritt frei!

Amen Feizabadi
© Maryam Takhtkeshian

Sa. 25. Juli 19:00, Theaterhaus T3
DEEP SIESTA
Eine Kammerhöroper in drei Akten mit Prolog (202426)

 

Konzept, Komposition, Regie, Videoproduktion: Amen Feizabadi

Libretto: Dilek Mayatürk

Dramaturgie: Konstantin Parnian

Videoproduktion und Fotografie: Maryam Takhtkeshian

Kamera: Hamed Otadi, Ghazal Bakhtazad
Ton: Soheil Mirzadeh
Knabenchor des Veda Musik Instituts in Teheran (Video)

 

Neue Vocalsolisten

Zafraan Ensemble
Leitung Estreilla Besson

 

Zwei künstliche WesenÖk und Maniwerden aus einem digitalen Chaos geboren. Neugierig und staunend entdecken sie die Welt der Menschen: ihre Schönheit, ihre EmoSonen, ihre Widersprüche …

 

Tickets

www.theaterhaus.reservix.de

Amen Feizabadi
© Maryam Takhtkeshian

Sa. 25. Juli 21:00, Theaterhaus/MDJ P1
POP-UP

 

Pony Says
Felix Nagl, Keyboard/Lucas Gérin, E-Drums/Thilo Ruck, E-Gitarre

 

Marie Delprat, Live-Elektronik, Blockflöte, Stimme

 

In seiner Reihe Pop-up entwickelt gemeinsam mit internationalen Gastkünstler:innen aus der Improvisations- und Experimentalmusikszene kompakte Werkformate und freie Improvisationen. Die Konzerte finden in der Regel in Stuttgarter offspaces statt und werden kurzfristig angekündigt.

 

Beim »Sommer in Stuttgart« trifft Pony Says auf die französisch-schweizerische Musikerin und Performerin Marie Delprat. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen digitalen und analogen Welten und verbindet dabei oft elektronische Musik mit Einflüssen der Alten Musik. Ihre klangliche Praxis wird an diesem Abend dem »traditionellen« Instrumentarium von Pony Says–E-Gitarre, E-Drums und Keyboards–gegenübergestellt. Dabei entsteht ein offenes Format zwischen Improvisation, Elektronik und Neuer Musik, in dem alles passieren kann.

Tickets

www.theaterhaus.reservix.de

Pony Says
© privat

So. 26. Juli, 12:00, Kunstgebäude Stuttgart
THE QUEER ART OF FAILURE

 

Werke von

Malin Bång, Natacha Diels, Laure M. Hiendl UA, Eloain Lovis Hübner UA

 

Ensemble Aventure
Studierende 2. Studienjahr Regie, Schauspiel und Dramaturgie und Motion Design FABW der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

 

Im Rahmen der Ausstellung »Das kalte Herz« des Kunstmuseums Stuttgart.

Eine Kooperation der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, des Kunstmuseums Stuttgart, des Ensemble Aventure Freiburg und Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit dem Animationsinstitut der Filmakademie BW.

 

Tickets

www.kunstmuseum-stuttgart.de

Ensemble Aventure
© Elza Loginova

So. 26. Juli 16:0019:00 Theaterhaus, T3 und P1

 

KAMMER-SPIELE

 

16:00, T3
THERE WOULD BE TENDERNESS

 

Werke von

Dariya Maminova, Bnaya Halperin-Kaddari, Sven-Ingo Koch UA 

 

Sara Cubarsi, Violine

Neue Vocalsolisten

 

 

17:15, P1
REFLECTIONS OF ETERNITY

 

Werke von

Rolf Riehm, Michael Pelzel, Elena Rykova

 

Ensemble Ascolta
Erik Borgir, Cello/Julian Belli, Perkussion

 

 

18:15, T3
OF LAMENT AND GRATITUDE

 

Werke von

Anton Schukaŭ UA, Liza Lim, Gregory Kharaneka UA, Vahid Hosseini UA

 

Neue Vocalsolisten
Sara Cubarsi, Violine

 

Tickets

www.theaterhaus.tickets.de

Sven-Ingo Koch
© Irène Zandel

So. 26. Juli, 20:30 Uhr, WKV, Eingang Staufenbergstraße

 

Alan Hilario: Kara_wOke-pieces

für vier Musiker und 8-Kanal-Zuspielband (2025)

 

1. Musik, bei der die Ästhetik im Vordergrund steht und nicht die politische Haltung

2. L’art pour l’art eines Unterprivilegierten

3. Pro-»pagandá« (Tagalog: »verschönern«)

4. Betont apolitisch, à la cis-weißer Mann

5. Subtile, aber nicht »harmlose« politische Musik

6. Satirische politische Musik, die die Welt verändern will

7. Politische Musik, die Emotionen wie Schuldgefühle weckt

8. Geniale, klebrige Protestmusik wie bei der Letzten Generation

9. Anti-antiwoke Musik

10. Musik gegen heuchlerische Fassaden

11. Dekoloniale politische Musik für den Unterricht

12. Politische Musik gegen Genozide

 

Länge: 12 x 4‘33‘‘ Min.

 

 

Mark Lorenz Kysela, ad-hoc-Instrumente/Elektronik/Stimme/Saxophone

Andrew Digby, Posaune/Euphonium

Pascal Pons, Schlagzeug

Alan Hilario, Komposition/8-kanaliges Zuspielband/2 Videos/Bass-Kontrabassklarinette/Sopransaxophon

Alan Hilario, Komponist
© privat