Porträt Zara Ali in SWR Kultur und hr2 Kultur
Einem größeren Publikum bekannt wurde die Komponistin Zara Ali erstmals bei ECLAT 2025 mit ihrer Komposition »Confections of the Mind« im Konzert »Sur Realities« mit ensemble mosaik, Berlin.
Zu hören ist Zara Alis Werk nun in einem einstündigen Hörfunk-Porträt des Autoren Dirk Wieschollek am 9. Juli 2026 in SWR Kultur JetztMusik und in hr2 Kultur.
© Camilo Pachón/Stiftung Künstlerdorf
In seiner Sendung »Utopie und Verstörung–Die Komponistin Zara Ali« veranschaulicht Dirk Wieschollek, wie Zara Ali mit »hybriden Settings aus Klang, Bild und Bewegung Bezug nimmt auf die Verheißungen und Widersprüche der digitalen Gegenwart«.
Dass sich die 1995 geborene US-amerikanische Komponistin in ihren Arbeiten moralischen Narrativen verweigert und statt dessen »Klangräume zwischen Utopie und Verstörung« entwirft mit besonderem Augenmerk auf »den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und ihren Effekten auf unsere Wahrnehmung und Kommunikation,« wird in Dirk Wiescholleks Porträt eindrücklich dargestellt.
9. Juli 2026, 21:00 Uhr
© Martin Sigmund
© Martin Sigmund
© Martin Sigmund
© Martin Sigmund
© Martin Sigmund
© Martin Sigmund
Dieses Werk spielt in einer Welt, die von Robin Hansons The Age of EM inspiriert ist. Ich adaptiere das Modell dieser Wesen und schaffe meine eigene Gruppe von EMs: digitale Bewusstseins-Kopien, die nach neuen ästhetischen Höhen streben. Sie teilen ein kollektives Bewusstsein und erleben eine hybride digital-physische Realität.
Der Begriff »Braindance« stammt aus dem Videospiel Cyberpunk 2077 und bezeichnet eine immersive Technologie, die eine Gehirnaufzeichnung aller Wahrnehmungen und Gedanken, die ein anderer Mensch erlebt hat, im Kopf eines Menschen abspielt. Braindances werden in der dystopischen Welt des Cyberpunk gekauft und haben oft Suchtcharakter.
In einer experimentellen Phase erkunden meine EMs die Verbindung von Raum, Geschmack und Klang, um neue Erfahrungen zu schaffen. Sie sind gleichzeitig Schöpfer und Konsumenten, unsterblich und doch von Hunger getrieben, ohne je sterben zu können. Sie wissen nicht, warum sie existieren, hoffen aber, dass neue ästhetische Erfahrungen eine Offenbarung oder zumindest das Gefühl einer solchen bringen könnten.
Für die visuelle Gestaltung dieses Werks habe ich mit dem deutschen Grafikdesigner Markus Kanzler zusammengearbeitet, dessen Konzept die immersive Erfahrung unterstützt. Zudem hat der Fotograf Blake Cecil besondere Fotos von Gerichten aus seinen kulinarischen Erlebnissen beigesteuert, die die ästhetische Dimension des Werkes unterstreichen.
Das Werk ist in Surround-Sound gehalten und enthält zusätzlich zu den üblichen klassischen Elementen auch Live-Elektronik und Video.
(Zara Ali)