One line

Marta Haladzhun: Slime Mold

Installatives Stück für Geige, Elektronik und Licht

(2025)

Weder Tier, Pilz noch Pflanze, Schleimpilze wie der Physarum polycephalum existieren außerhalb konventioneller Kategorien oder Systematiken. Ausgehend von dieser Existenz im Zwischenraum, könnte man in Anlehnung an Michel Foucault sagen: Schleimpilze verkörpern, bewohnen und erschaffen Heterotopien, also Orte, die durch ihre Andersartigkeit irgendwo zwischen Realität und Unwirklichkeit aus dem Raster fallen.

Sie sind ein Symbol für Anpassungsfähigkeit, Unsichtbarkeit, Verfall und Erinnerung. Der Organismus bewegt sich zwischen Leben und Todist zugleich kollektiv intelligent und chaotisch. Als Träger von Wissen und Erinnerung dienen Schleimpilze als Medium zur Untersuchung des Spannungsfelds zwischen biologischer Existenz und digitalen Systemen.

In »Slime Mold erkunde« ich diesen Schwellenraum, in dem natürliche und synthetische Sounds, analoge und digitale Welten in einer Landschaft aus Klang und Licht konvergieren während die Violinistin Malin Grass mit einer reaktiven Lichtinstallation interagiert und in einen Dialog mit dem digitalen Schleimpilz tritt.

(Marta Haladzhun)

 

 

 

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Sappho