AURA
Musiktheater nach der gleichnamigen Novelle von Carlos FuentesEs ist ein Stück über Realität und Fiktion, über die Kraft der Imagination, die Macht der Vergangenheit und über die Liebe:
Durch eine Annonce, die wie auf ihn zugeschnitten ist, gerät der junge Historiker Felipe Montero in das Haus der uralten Consuelo. Er soll dort den Nachlass ihres vor langer Zeit verstorbenen Gatten, des Generals Llorente, aufarbeiten. Im Haus lebt auch Consuelos junge Nichte Aura, von der Felipe sogleich fasziniert ist und in die er sich unsterblich verliebt. Doch bald schon verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Personen.
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Prinzessin Ulla und die schöne Lau
Prinzessin Ulla kann nicht lachen. Sie hat alles und nichts zu tun. In ihrem Leben herrscht Überfluss und Überdruss. Jeder Versuch, Ulla eine Freude zu bereiten, schlägt darum fehl: weder die Spaßmacher noch klingende Geschichten oder tanzende Bären können ihr ein Lächeln entlocken. Da hört sie unter ihrem Fenster den Sänger Seppe. Der erzählt ihr, dass er auf dem Weg nach Blaubeuren ist, zum Blautopf, in dem einst die schöne Lau gelebt hat, die erst glücklich wurde, als sie fünf Mal von Herzen gelacht hatte.
Freizeitspektakel
Wo beginnt die Musik? Diese Frage scheint heute schwieriger zu beantworten denn je. Übertragen auf den Tagesablauf eines Profimusikers stellt sich die Frage noch einmal anders: Wo endet die Sphäre des Profanen, Alltäglichen, wo geht sie über in künstlerische Haltung, in die Aufführung, in das Spektakel? Wer auf das Spektakuläre spekuliert, hat schon verloren.Hannes Seidl und Daniel Kötter haben die Neuen Vocalsolisten mit der Kamera beobachtet - auf Reisen, in der Freizeit, in der Garderobe und bei den Proben.
Entstanden ist ein Video-Musik-Theater, das am 24. September 2010 auf der Biennale di Venezia uraufgeführt wurde. Weitere Aufführungen gab es im Rahmen des Festivals Zukunftsmusik am 10. Oktober 2010 und in Madrid am 7. November 2010.





