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Sergej Newski "Dolze mio drudo"

03.10.2010 (17:00) Göppingen Burgruine Hohenstaufen

Die Zeit der Staufer ist ein frühes Beispiel für Globalisierung. Symbolisiert durch ihre Burgen waren die Kaiser "virtuell präsent" in allen Dependancen ihres Reiches. Mittelalterliche Dichtung aus der Stauferzeit, die insbesondere die Verbindung deutscher und italienischer Kultur des 12./13. Jh. (Barbarossa, Friedrich II.) dokumentiert, ist die Textgrundlage für Sergej Newskis dreiteilige Komposition für sechs professionelle Sänger, drei voneinander unabhängige kleine Blechbläserensembles und ein im Raum verteiltes kleines Geräuschensemble mit tragbaren Schlag- und Geräuschinstrumenten (Mitglieder des städtischen Blasorchesters oder der Jugendkapelle Göppingen). Die Bewegung der einzelnen Musikgruppen hin auf die Stauferburg erzeugt ein sog. Crossfade und eine Überlagerung von in sich homogenen Klangschichten. In den ersten beiden Teilen bilden Musiker und Publikum eine Art sternförmige Prozession, der dritte Teil kulminiert in einem Höhepunkt auf der Burgruine, auf der die (verstärkten) Sänger die Musiker empfangen und in den dritten, gemeinsam musizierten, oft antiphonischen Teil einstimmen.

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