Hannes Seidl / Daniel Kötter "Galerie"
05.10.2010 (17:00 - 20:00) Stuttgart Klett Areal
Dieser Termin wiederholt sich jeden 1. Tag bis zum 07.10.2010.
Das Gelände des Klett Areals wird für einen Abend zu einer
Geisterstadt, einer Installation, in der nur noch die Klänge und
Abbilder der Anwohner und ihrer Maschinen wahrzunehmen sind. Garagentore
öffnen sich von selbst, Mülleimer klingen, als ob etwas hineingeworfen
würde, aus Glascontainern klingt der Lärm zersplitternder Flaschen, auf
einem verlassenen Schulhof klingt Geschrei von Schülern, eine Chorprobe
ist zu hören etc. Geöffnete Haustüren und Fenster gewähren Einblick in
das leere Hausinnere. Dort klappert Geschirr, knarren Türen, spricht das
Telefon. Auf den Fernsehern sind die (ehemaligen) Bewohner der Häuser
(stumm) zu sehen, wie sie in diesen ihren Alltag verrichten. Visuelles
und Akustisches verläuft asynchron, Hören und Sehen ist voneinander
getrennt. Hannes Seidl und Daniel Kötter führen im Vorfeld Interviews
mit den beteiligten Bewohnern, aus denen sie quasi alltägliche Abläufe
für das Werk selbst konstruieren. Die Bewohner sind während der
Präsentation zwar unsichtbar, aber dennoch beteiligt: Sie öffnen Türen,
starten CDs, lassen etwas fallen… – sie sind Gespenster.


